Intention, Ablauf, Vorteile, Nachteile und Risiken der Operation

Wichtig: Die Operation ist

Die Intention der Operation

Warum wird operiert?

Es soll auf operative Weise eine Progression der Wirbelsäulenverkrümmung verhindert werden. Hinzu kommt die Unterbindung der Torsion (Verdrehung), welche einer Schädigung der inneren Organe entgegenwirken soll. Aus orthopädischer Perspektive wird erst zu einer Operation geraten, wenn die alternativen Therapiemethoden voraussichtlich keinen Erfolg versprechen. Dies führt zu einer voreiligen Entscheidungsfindung innerhalb der betroffenen Familie.

Hier möchte ich betonen, dass die Intention der Operation vorallem darin besteht, Patienten mit unerträglichen Schmerzen von diesen zu befreien, damit sie wieder in der Lage sind einen normalen Alltag führen zu können. Die Operation entfernt nicht die Skoliose! Sie verringert lediglich ihre Ausprägung und führt somit zur Schmerzlinderung des Patienten.

Folglich ist die Operation nur für Patienten sinnvoll, die unter starken Schmerzen leiden und in Ihrem Bewegungsumfang fundamental eingeschränkt sind.

Der Ablauf und Risiken der Operation

Was passiert während des Operationsprozesses?

Nach umfassender Besprechung mit den zuständigen Ärtzten wird der Patient stationär im Krankenhaus aufgenommen. Während des folgenden Prozesses wird der Patient mit Medikamenten auf die Operation vorbereitet. Hierbei wird auch die Verträglichkeit verschiedenster Narkotika geprüft, um ein mögliches Aufwachen im Verlauf der Operation auszuschließen.

Nun muss der Patient oder die erziehungsberechtigte Person ein Formular unterschreiben, in dem sie versichern, dass sie für jegliche Fehler der Ärtzte die Haftung übernehmen. Falls ein Fehler während, nach oder vor der Operation passiert, müssen die Ärtzte nicht dafür haften.

Am Tag der Operation wird es Ernst: Der Patient darf mindestens sechs Stunden vor Operationsbeginn keine Speisen und Getränke mehr zu sich nehmen, um die Wirkung der Narkotika nicht zu beinflussen.

Zum Zeitpunkt der Operation sind, je nach Krankenhaus, zwischen vier und zwölf Fachärtze im Operationssaal anwesend, da die Operation ein sehr umfangreicher Eingriff in den menschlichen Körper ist. Dem Patienten wird nach erfolgreicher Narkose der betreffende Rückenbereich aufgeschnitten. Anschließend werden entlang der Wirbelsäule Titanschrauben, die in die Wirbelkörper hinein geschraubt werden, platziert, um die Wirbelsäule so gut wie möglich, anhand von Verbindungsstücken, gerade zu ziehen.

Die Operation erfordert höchste Präzision der Chirurgen. Bei kleinsten Fehlern können Nerven, welche unmittelbar an den Wirbelkörpern verlaufen, beschädigt werden und eine Querschnittslähmung oder andere Folgeprobleme nicht mehr verhindert werden.

Vor Abschluss der Operation wird der Patient aus der Vollnarkose in eine Teilnarkose versetzt. Der Patient wird umgehend aufgefordert, die Extrimitäten zu bewegen, um eine Lähmung auschließen zu können. Aufkommende Probleme im weiteren Verlauf des Lebens können nicht ausgeschlossen werden, da es, trotz allen Vorkehrungen, während der Operation zu kleinen Verletzungen der Nerven oder Organen gekommen sein könnte.

Die Vorteile der Operation

Welche Vorteile resultieren aus der Operation?

Der einzige wahre Vorteil, der aus der Operation resultiert, ist die Schmerzlinderung. Wenn der Patient unter konstanten und starken Schmerzen leidet, wodurch es zu starken Einschränkungen des Alltags kommt, ergibt eine Operation durchaus Sinn, sofern alle unorthodoxen Therapiemethoden nach tiefgehendem Testen leider keinen Erfolg hatten.

Wenn noch keine alternativen Therapiemethoden und Übungen ausprobiert wurden, sollte in Betracht gezogen werden!

Die Nachteile der Operation

Welche Nachteile resultieren aus der Operation?

Die Operation bringt deutlich mehr Nachteile als Vorteile mit sich! Direkt nach der Operation muss ein bis zwei Jahre auf jegliche Belastung des Rückens verzichtet werden. Hinzu kommt, dass der Patient das Laufen neu erlernen muss.

Eine logische Konsequenz aus den verbauten Titanstangen ist, die Einschränkung der vom Körper möglichen Bewegungen. Der Prozess des Bückens, sowie weiteren Bewegungen wie beipielsweise sportliche Aktivitäten sind stark eingeschränkt und unter Umständen nicht mehr möglich.

Außerdem wird der Wirbelsäule die Federwirkung genommen, wodurch Langzeitschäden nur auf sich warten lassen. Organversagen ist auch keine seltene Folge der Operation. Die Mobilisierung der Nervenstränge, welche direkt an der Wirbelsäule verlaufen, wird durch die Versteifung unterbunden.

Eine therapeutische Behandlung des Rückens ist auch nach der Operation verpflichtend. Regelmäßige Termine beim Physiotherapeuten bleiben nicht aus. Nicht vor und nicht nach der Operation.

Deswegen möchte ich Dich fragen:

ich schaffte es ohne operation

Warum unorthodoxe Therapiemethoden sinnvoller sind

Ich konnte meine Skoliose durch exzessives Training von 49° auf 46° verringern ohne mich einer Operation zu unterziehen.

Warum ist es sinnvoller die Operation zu umgehen?

Du umgehst die Nachteile der Operation und genießt die Vorteile dieser. Das heißt im Klartext, dass Du Dich weiterhin frei bewegen und Sport treiben kannst. Du musst nicht das Gehen neu erlernen und keine ein bis zwei Jahre auf eine Rückenbelastung verzichten, was bedeutet, dass Du weiterhin so Leben kannst, wie Du es vorher gekonnt hattest. Alles nur, weil Du Dich gegen eine Operation entschieden hast.

Du hast es weil Du von meinem Wissen profitieren kannst!

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